Splash incl. Making Of

Hallo miteinander, ich habe Euch gewarnt :-)

Heute also wieder mal ein cooles, kleines Blog Update ...

Ich habe das eher miese Wetter des Wochenendes genutzt, um meinem Studio - Cool Stuff Album

ein paar neue, sehenswerte Bilder hinzuzufügen.

 

Ich wollte so etwas ja schon länger mal machen, hatte es bisher jedoch immer wieder verschoben.

Am Freitag Nachmittag war es dann soweit. Das Wetter war bescheiden und ich hatte auch nichts

besseres vor. Also bin ich kurzentschlossen in den nächsten Baumarkt gedüst, um mir ein paar

der für dieses Shooting benötigten Dinge zu besorgen ...

Der eine oder andere wird sich bestimmt fragen "Kann ich so was auch machen ?".

Klar könnt Ihr das. Zeit, keine zwei linken Hände, etwas Kameratechnik, und los geht's auch schon.

 

Aber erst mal der Reihe nach.

Man nehme ca. 40€, fahre in den Baumarkt seines Vertrauens (in meinem Fall Fa. Hornbach) und besorge sich

ein paar Dinge, die da wären:

  • 2 weiss beschichtete 16mm Spanplatten in 50 x 40 cm (fand ich von der Größe her ok)
  • 1  Spanplatte 70 x 40 cm
  • 2 Scharniere
  • 1  Hartschaumplatte schwarz  3x500x1000mm
  • DC-FIX Folie (Ich habe mir rote und weisse besorgt)
  • Uhu Schnellfest (oder einen anderen Kleber der Glas auf Kunststoff klebt)
  • Ein paar Gläser mit Stil (hat man evtl. auch noch zu Hause)
  • Etwas Knete (Fimo o.ä) zum dämpfen des Aufschlages

Dann geht es ans basteln. Als erstes, eine der weissen Spanplatten mit weisser DC-FIX Folie bekleben.

Dies ist dann die glänzende Oberseite auf der später fotografiert wird. Diese Platte dann mittels Scharnieren mit der zweiten Platte verbinden. 

Dieses Klappenkonstrukt dann mittig auf die größere (70 x 40cm) Spanplatte schrauben.

Die Hartschaumplatte mit Hilfe einen Cutter Messers teilen. Diese beiden Teile dann mittels Holzleisten, rechts und links des Klappmechanismus

befestigen. Ist alles montiert, dann nehmt euer Stil-Glas und klebt es auf die Folie (ich habe die Folie auf der hinteren Seite des Glases etwas ausgeschnitten, damit das Glas an dieser Stelle direkt auf der Spanplatte klebt.

Ich denke auf diesem Bild sieht man gut wie das Konstrukt ungefähr aussehen sollte.

Noch ein paar Worte zum verkleben des Glases. Klebt das Glas, und lasst das Ganze  bitte eine Nacht

stehen, bis der Kleber komplett ausgehärtet ist. Es empfiehlt sich auch, zum dämpfen des Aufschlages

der Platten aufeinander, zwischen die Platte etwas Knete, Filz oder sonstiges zu platzieren.


So, das war es dann auch schon an Vorbereitungen.
Nun können wir langsam aber sicher zum spannenderen Teil, dem eigentlichen Shooting kommen ...

Nun können wir uns endlich mit dem Aufbau des Sets beschäftigen. Hierzu benötigt Ihr folgendes

  • Das Klappenkonstrukt - logisch
  • Einen Tisch auf dem Ihr dieses mit Zwingen, oder ähnlichem fixieren könnt.
  • Eine Kamera, die sich manuell einstellen lässt (DSLR,...)
  • Stativ für die Kamera, einen weissen Hintergrund
  • 2 Blitzgeräte, die sich manuell regeln lassen (da tun es z.B. günstige von Yongnuo)
  • Funkauslöser für die Blitzgeräte (z.B. Yongnuo RF602) und (Funk) Fernauslöser für die Kamera

Baut das Set so auf wie es hier zu sehen ist. Also weisser Hintergrund (Papierrolle, etc). Links und rechts die Blitzgeräte. Die Blitzgeräte blitzen auf den weissen Hintergrund und beleuchten somit indirekt das Glas und die Platte. Die Blitze habe ich auf 1/32 ihrer Maximalleistung eingestellt.

Packt  dann Eure Kamera auf ein Stativ und stellt Euch den gewünschten Bildausschnitt ein. Stellt dann das Objektiv auf manuellen Fokus,

die Kamera auf ISO 100, Blende 8, 1/160s. Benutzt ein gutes, scharfzeichnendes Objektiv. Ich habe für diese Bilder ein Canon EF 85mm / 1: 1,8 verwendet. Legt Euch nun irgendeinen Gegenstand mittig auf das Glas und stellt auf diesen scharf.

So, ab nun darf nichts mehr verändert werden. Lasst für das komplette Shooting alle Einstellungen 100% identisch.

Füllt die gewünschte Flüssigkeit in das Glas (Ich habe u.a. Rose Wein mit einem guten Schuss Himbeer Sirup verwendet).

Der Raum sollte möglichst dunkel sein. Also Rolläden runter, Licht aus. Nun macht das erste Bild ohne jegliche Bewegung der Konstruktion.

Es sollte dann ein Bild, ungefähr wie dieses auf Eurem Kameradisplay erscheinen.

Wie Ihr seht gibt es hier noch keine Spritzer oder sonstige Sauereien auf dem Untergrund.

Das ist Euer Referenzbild. Bitte behaltet es, es wird später noch benötigt.

Ist das Bild zu dunkel erhöht möglichst Eure Iso Zahl, nicht die Blitzstärke. Dieses Vorgehen hat einen guten Grund. Um später die Tropfen und den Tsunami im Glas scharf abbilden zu können, benötigen wir eine ultrakurze Belichtungszeit. Dies ermöglichen uns die Blitzgeräte mit gedrosselter Leistung. Bei 1/32 blitzen die Blitzgeräte lediglich ca. 1 / 20.000 sek. Macht zum Test doch mal ein Bild mit den o.g. Einstellungen, aber ohne Blitzgeräte (abschalten). Was seht Ihr dann ? Genau ... nichts. Ihr erhaltet ein schwarzes Bild. Seht Ihr trotzdem etwas, ist es zu hell im Raum. Merke: Das Bild muss ausschließlich durch die Blitzgeräte belichtet werden.

 

So, nun kann es langsam aber sicher ans plantschen gehen. Na endlich :-)

Achtung:  Die Spritzer gehen rechts hinaus. Also zumindest das rechte Blitzgerät mit einer Folie abdecken.
Auch auf dem Boden sammelt sich mit der Zeit einiges an Flüssigkeit. Es ist deshalb ratsam, alles um das Set herum mit Folie auszulegen. Ich konnte mir das ersparen da ich die Aufnahmen im Keller gemacht habe.

So, nun können wir es aber endlich spritzen lassen :-)

 

Hebt das Brett mit dem gefüllten Glas an (ca. 5-15cm) und lasst es dann nach unten fallen. Sobald es unten aufschlägt, drückt den Fernauslöser

Eurer Kamera. Wiederholt das Ganze nun beliebig oft. Fallhöhe, Füllhöhe, Auslösezeitpunkt ergeben immer wieder andere Bilder.

Habt Ihr das gewünschte Bild dabei, ist es so gut wie geschafft. Ihr müsst nun nur noch Euer erstes Bild (ohne Spritzer auf dem Untergrund) mit

einem anderen Bild kombinieren (z.B. Photoshop) und schwupps habt auch Ihr ein  super Bild für die Wand oder ein tolles, indivduelles Geschenk

für Eure Liebsten.

 

Viel Spass beim Experimentieren ...

 

Bis bald ... Euer Martin

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